WordPress Clean up – Für einen frischen Start!


Das neue Jahr bringt bei vielen Leuten das Bedürfnis hervor etwas zu verändern. Die Haarfarbe, die Einrichtung des Wohnzimmers oder das Blog-Design! Viele meiner Blogger-KollegInnen (und auch ich selbst) haben sich zum neuen Jahr hin ein neues Blog-Design ausgewählt und dem eigenen Blog einen neuen Look verpasst – zB. Kathie’s Cloud oder Geschmeidige Köstlichkeiten. Wie viel Arbeit in so einer Design-Umstellung steckt, weiß man als Blogleser oftmals gar nicht. Aber wir freuen uns natürlich immer über positive Veränderungen.

So viel sei gesagt …

Dieser Blogpost richtet sich ausschließlich an BloggerInnen bzw. WordPress-NutzerInnen. Wieviel „Klaschaß“ mit so einer Umstellung verbunden ist, wissen all diejenigen die das Ganze schon mal selbst gemacht haben. Doch nach einer neuen WordPress-Installation bleibt noch viel mehr Arbeit übrig, die früher oder später erledigt werden sollte.

Die Rede ist vom Aufräumen!

Wenn man das Wohnzimmer neu einrichtet, reicht es auch nicht nur neue Möbel zu kaufen oder die Deko zu verändern. Man muss auch hin und wieder den Wischmopp in die Hand nehmen um Staub zu beseitigen oder gar die alten Einrichtungselemente zu entfernen. So, oder so ähnlich ist es auch mit einem Blog oder einer Website: man sollte immer ein wenig aufräumen!

Wie jetzt? Aufräumen? Was?

Es gibt einen Haufen Punkte die man als Blog-Besitzer im Auge behalten sollte. Ein paar der wichtigsten zeige ich euch hier auf, also aufgepasst!

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1. Wordpress + Plugins aktualisieren

„Bitte gorsche“ aktualisierts eure Plugins und eure WordPress-Version. Immer! Für die zwei Klicks hat jeder Zeit und ihr schützt dadurch eure Website erheblich! Es bietet sich an vor jedem Update ein Backup eurer Daten durchzuführen – ein hilfreiches Plugin hierzu wäre zB. BackUpWordpress! Viele Webhoster (meiner ist übrigens all-inkl) bieten bereits die Möglichkeit eines automatischen bzw. manuellen Backups im Hosting-Control-Panel, klickt euch dort einfach mal durch um zu sehen welche Möglichkeiten ihr habt.

2. Löscht alte, unbenutzte Themes

Ihr habt ein neues Design für euren Blog? Perfekt! Dann könnt ihr das alte Theme ohne Bedenken löschen und Speicherplatz schaffen. Einfach so!

3. Dead-Links kontrollieren

Bah das klingt fad! Ist aber leider total wichtig, schließlich wollt ihr eure Leser wegen eines nicht funktionierenden Links nicht vergraulen. Am Besten ist ihr checkt eure Links hier: http://validator.w3.org/checklink

4. Nicht verwendete Bilder löschen

Oftmals lädt man Bilder hoch die man später gar nicht braucht. Um diesen Datenmüll nicht umsonst zu lagern kann man Plugins verwenden, wie zB. Image Clean Up oder DNUI Delete not used image und nicht verwendete Bilder einfach löschen.

5. Alte gelöschte Seiten redirecten

Ihr hattet mal eine Seite auf eurem Blog die es nicht mehr gibt? Dann solltet ihr dafür einen Redirect (Weiterleitung) einrichten. Mit dem Plugin Redirection geht das ganz easy indem man einfach die alte URL eingibt und festlegt wohin stattdessen gelinkt werden soll. So schön die 404-Seite auch ist, man will die eigenen Leser ja nicht da hin schicken.

6. Spam-Kommentare löschen

Wir alle lieeeben Kommentare. Doch die kleinen Stiefbrüder, die Spam-Kommentare, sind nicht nur lästig sondern müllen unsere WordPress-Seiten unnötig zu. Also: LÖSCHEN! Behaltet den Spam-Ordner immer im Auge und löscht alles was nicht benötigt wird.

7. Plugin-Müll löschen

Plugins sind zwar schön und gut aber man sollte es nicht übertreiben. Löscht deswegen alle nicht verwendeten Plugins und aktualisiert die, die ihr behalten möchtet. Nicht zu vergessen ist auch der Müll den so ein Plugin in der Datenbank hinterlässt. Man sieht ihn nicht auf den ersten Blick, aber er ist oftmals noch da!  Mit dem Plugin Clean Options könnt ihr dem Ganzen auf den Grund gehen!

8. Alte Beitrags-Revisionen löschen

Revisionen haben dem einen oder anderen von uns schon das Leben gerettet. Mehr oder weniger. Doch auch Revisionen können sich ansammeln und oftmals gibt es alte Blogbeiträge an denen wir wohl nichts mehr ändern werden, die aber noch viele Revisionen im Hintergrund liegen haben. Wenn wir diese löschen wirkt sich das zwar nicht auf die Geschwindigkeit der Website aus, aber dafür auf unseren Datenbank-Speicher. Mein Ergebnis der Bereinigung seht ihr hier:

revisionen-bereinigung

9. readme + wp-config-sample-Datei löschen

Diese zwei Dateien findet ihr wenn ihr euch in euer FTP einloggt (und auch wisst was ihr dort tut). Die readme.html enthält zum Beispiel deine aktuelle WordPress-Version und kann von jedem ganz einfach angesehen werden ( könnte bei dir auch liesmich.html heißen), das soll natürlich verhindert werden, denn welche Versionen du verwendest ist privat und sollte nicht offensichtlich sein. Man will es potenziellen Hackern schließlich nicht noch einfacher machen. Neben der readme-Datei gibt es auch noch die wp-config-sample.php (auf GAR KEINEN FALL die wp-config.php) die gelöscht werden sollte, da hier oftmals wichtige Datenbank-Daten eingetragen werden und später oftmals vergessen werden. Solche wichtigen Infos sollte man niemals öffentlich sichtbar machen. NEVER EVER!


Alle oben genannten Plugins wurden von mir persönlich getestet, das heißt allerdings nicht das ich garantieren kann dass bei euch alles einwandfrei funktioniert. Also seid natürlich vorsichtig bei allem was ihr tut und führt regelmäßig Backups eurer Daten durch!

Wieso eigentlich das Ganze?

So ein WordPress Clean Up ist natürlich nicht nur fürs Gewissen gut. Hier ein paar Gründe, warum ihr diese Änderungen vornehmen solltet:

  • Boost der Datenbank
  • Boost der gesamten Seite – Zum Beispiel weil die Ladezeiten durch Plugin Deaktivierung reduziert werden können
  • Reduktion  & Vorbeugung von Sicherheitslücken
  • Speicherplatz reduzieren – Dies ist in der heutigen Zeit bei zig verfügbaren Gigabyte auf dem Webspace kein Problem mehr, aber dennoch bei einer Webspace Übersiedlung oder bei Backups sehr sinnvoll

 

Ich hoffe dass ihr mit diesen Tipps etwas anfangen könnt, eure eigene Website auf Vordermann bringen könnt und im Hintergrund selbst ein gutes Gewissen habt. Denn nichts ist schöner als mit einem frisch „geputzten“ Blog in das neue Jahr zu starten!

2 Kommentare

Claudia Braunstein
Reply 23. Januar 2016

Liebe Sabina, nicht nur Danke für die Verlinkung, sondern vor allem für den aufschlussreichen Artikel. Liebe Grüße Claudia

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