Wir sind auf den (Partner-)Hund gekommen


Seit etwa 4 Monaten sind Alex, unsere Katze Mimi und ich eine „Gastfamilie“. Aber nicht für einen anderen Menschen, sondern für ein ganz spezielles Tier: einen angehenden Partnerhund! Mittlerweile ist sie nun bald ein halbes Jahr alt, hat bernsteinfarbene Augen und heißt Arya (ja, wir haben uns von GOT inspirieren lassen!). Arya ist ein Labrador-Welpe und wird, wenn sie groß ist, zum Partnerhund ausgebildet.

Was ist ein Partnerhund eigentlich?

Partnerhunde, oder auch Assistenzhunde genannt,  sind speziell ausgebildete Hunde, die körperlich sowie geistig beeinträchtigen Personen zur Seite stehen und dabei helfen das Leben zu erleichtern. Das Ausbildungszentrum der Organisation „Partner-Hunde Österreich“ befindet sich im benachbarten Weitwörth bei Nussdorf im Salzburger Land. Dort werden vor allem reinrassige Labrador und Golden Retriver für ihre ganz besondere Lebensaufgabe ausgebildet.

Warum dürfen wir bei der Ausbildung mithelfen?

Als Gastfamilie sind wir im Besonderen für die Sozialisierung des Welpen sowie für die „Basics“ verantwortlich. So üben wir nun Tag für Tag etwa Sitz, Platz, „Pfote geben“, „Komm her“, etc., um unseren kleinen Schützling für die künftige Voll-Ausbildung zum Partnerhund bestens zu rüsten. Vor allem aber auch das Leben im Haushalt mit lautem Staubsauger, zurrenden Mikrowellen und einer aufgeweckten Katze muss gelernt werden, wofür das Aufwachsen des Welpen im normalen Haushalt und nicht nur am Hundehof besonders wichtig ist. Genau aus diesem Grund werden nach einem Welpen-Wurf beim Verein Partner-Hunde Österreich immer wieder Gastfamilien gesucht, die einen dieser kleinen Fellknäuel für 8 Monate zu sich nehmen möchten. Das diese Entscheidung wohl überlegt sein sollte, ist hoffentlich selbstverständlich!

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Alles steht Kopf

Dass ein junger Welpe ziemlich viel Arbeit macht weiß vermutlich jeder der schon mal einen hatte. Doch so langsam hat nicht nur Arya dazu gelernt, auch wir „Menschen“ haben mittlerweile den Dreh raus – obwohl es nach wie vor noch viel zu lernen gibt – für beide Seiten.

Die Katze ist zwar immer noch so interessant wie an Tag 1., und das wird sich so bald vermutlich auch nicht ändern. Aber Mimi hat gelernt schneller weg zu laufen und höher zu springen und nimmt es allgemein gelassen ein neues Familienmitglied zu haben.

Trennungsängste?

So gut wie jede Person der wir von diesem Programm erzählen setzt gleich ein trauriges Gesicht auf, wenn wir erzählen dass wir den kleinen Welpen nach ein paar Monaten weg geben müssen. Wir sehen das Ganze aber noch sehr entspannt, schließlich wussten wir bereits, bevor wir uns für einen Junior-Partnerhund entschieden haben, dass er irgendwann in seinem Leben anderen Menschen helfen soll. Von daher wissen wir, dass unsere Tat als Gastfamilie etwas Gutes ist und wir damit etwas Gutes tun. Wie es uns gefühlsmäßig bei der Trennung dann aber wirklich gehen wird, das steht noch in den Sternen.

 

 

In den nächsten Monaten werdet ihr hier und auf meinen Social Media Kanälen (Facebook, Instagram & auf Snapchat unter binaasa) bestimmt noch so einiges von Arya (und natürlich auch von Mimi) zu sehen bekommen.


Mehr Infos zum Verein „Partnerhunde Österreich“ bekommt ihr hier:

www.partner-hunde.org
Tel.: +43 (0)664 / 160 51 53

 

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