Road Trip: Sarajevo – der erste Teil


Der Sommer 2015 war für mich mal etwas ganz Anderes. Wie ihr eventuell bereits wisst, sind meine Eltern gebürtige Bosnier und ich verbrachte einen großen Teil meiner Ferien als Kind in Bihać. Seither verbringe ich jedes Jahr einen Großteil meiner Urlaubszeit in Bosnien, und ich liebe es. Die Menschen, die Kultur und einfach alles das sich so sehr nach Heimat anfühlt, dass man am liebsten nie wieder zurück nach Österreich fahren würde, machen die Urlaube in Bosnien immer zu etwas besonderem.

Nach 24 Jahren meines Lebens habe ich von diesem wundervollen Land nie mehr gesehen als Bihać und die umliegenden Orte und Städte. Ab und zu machten wir durchaus ein paar Ausflüge zur Verwandtschaft die in anderen Ortschaften zu Hause sind. Doch durch das kleine Fenster im Auto konnte man nicht besonders viele Eindrücke mitnehmen.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen diesen Sommer einen kleinen Road-Trip zu unternehmen. Unsere Hauptziele waren Sarajevo & Mostar. Danach sollte es auch noch nach Dubrovnik in Kroatien weiter gehen.

Da ich es mir natürlich nicht nehmen lies so viele Fotos wie möglich zu schießen gibt es hier für euch Teil 1 meiner kleinen Road Trip-Fotostrecke. Starten möchte ich mit Sarajevo.

Wir waren 2 Tage lang in Sarajevo, der Erste davon war relativ bewölkt und verregnet, der Zweite war dafür umso freundlicher und sonniger. Ich hoffe die Fotos können euch einen kleinen Einblick in das Großstadtleben in Sarajevo geben und wünsche viel Spaß beim scrollen!

Sarajevo und was ihr wissen solltet

Sarajevo ist immer noch stark vom Bürgerkrieg in den frühen 90er Jahren gebrandmarkt. In Österreich taucht die Stadt oft in Geschichtsbüchern im Zusammenhang mit dem Attentat auf Erzherzog Franz-Ferdinand (das Attentat gilt auch als Beginn des ersten Weltkrieges) auf. Sarajevo ist die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina und die einzige bosnische Metropole. Mit einer Fläche von 141 km² ist die Stadt größer als die Stadt Salzburg.

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Der erste Tag in Sarajevo war sehr verregnet aber noch relativ warm, was uns in unseren Sommerjacken natürlich freute. Ein befreundeter Taxifahrer fuhr uns von unserem Motel (das übrigens, wie alles dort, wahnsinnig günstig war) zur Baščaršija, dem Zentrum der Altstadt. Von dort aus erkundeten wir den „Basar“ und die stark orientalisch geprägte Altstadt zu Fuß. Nach dem Bosnienkrieg musste die Altstadt wieder renoviert werden, doch sie hat ihren Charme nicht verloren.

 

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In Sarajevo werden die verschiedensten Religionen ausgeübt, weshalb es nicht sehr verwunderlich ist dass man hier Moscheen, Kirchen und Synagogen nicht weit von einander entfernt sehen kann. Aus diesem Grund wird die Stadt auch oft „Klein-Jerusalem“ genannt.

 

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Vom traditionellen türkischen Kaffee bis hin zu Ćevapčići gibt es in Sarajevo natürlich eine Vielzahl an traditionellen Restaurants und Kaffees. Hier sei erwähnt dass ich während diesem Road Trip so viele Ćevapčići gegessen haben, wie noch nie zuvor. Aber sie sind auch einfach ein MUSS in dieser Stadt!

Tipp am Rande: Immer Ćevapčići mit Zwiebeln und „Kajmak“ (einer Art Sahne) bestellen, das ist die mit Abstand beste Kombination!! 

 

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Oben links seht ihr den „Sebilj„, den öffentlichen Brunnen der den Hauptplatz der Baščaršija ziert und somit vermutlich auf allen Touristen-Fotos zu finden ist. Ein weiterer beeindruckender Brunnen befindet sich vor der ältesten Moschee in Bosnien und Herzegovina – der Gazi Husrev Beg Moschee (bei den Einheimischen „Begova džamija“ genannt). Ich fand besonders die Holzschnitzereien und die arabischen Inschriften faszinierend (auf Instagram habe ich dazu auch ein Foto gepostet). Da macht mein kleines kalligraphie-begeistertes Herz ein großen Sprung!

 

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Die unterschiedlichen Baustile in Sarajevo haben mich von Anfang an fasziniert. Auf den Bildern oben seht ihr das Gazi Husrev Beg Museum, im alten Baustil und die Gazi Husrev Beg Bibliothek die relativ neu und modern ist.

Da der Name „Gazi Husrev Beg“ nun schon öfter vorgekommen ist, erspare ich euch das Googlen und verlinke einfach direkt auf den dazugehörigen Wikipedia-Beitrag. Dann wisst ihr auch wer diese Person, die in Sarajevo doch einen großen Eindruck hinterlassen hat, eigentlich war.

 

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Um eure Frage gleich zu beantworten: „Ja ich habe fast alle Katzen fotografiert die ich während der Reise entdeckt habe!“ 

 

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Ich hoffe der kleine Einblick in meinen ersten Tag in Sarajevo hat euch gefallen. Was wir am zweiten Tag, der um einiges sonniger und wärmer war, gesehen haben, zeige ich euch im nächsten Beitrag! Eines sei aber schon gesagt, es gab Pferde, Schwäne und Sarajevo von ganz weit oben zu sehen. Kann es kaum erwarten euch mehr zu erzählen!

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